Gespräch in der Vitosambulanz

Gestern hatten wir wieder Kontrolltermin in der Ambulanz.  Alle 8  Wochen ist ein Termin.  Diesmal bin ich mit,  denn der Vater kennt den Alltag nicht,  er war aber dabei und konnte sich alles anhören.
Ich schreibe ja selten über das Verhalten der Kinder, heute werde ich es ein Stückweit tun.
Leons Verhalten ist gelinde gesagt eine Katastrophe.  Wir kämpfen täglich.  Er möchte tun und lassen was  ER will,  seinen Kopf durchsetzen.  Benjamin und ich werden von ihm komplett fremdbestimmt,  sein Verhalten bestimmt das miteinander.
Die Tage ist es soweit eskaliert das er mit erhobener Faust vor mir stand.
Ich habe mittlerweile wieder Angst wenn er heim kommt. Ist er gut gelaunt,  ist alles okay,  hat er schlechte Laune  (sehr oft ) geht’s hier rund.  Egal was ich sage, ich werde ignoriert,  selbst Konsequenzen fruchten nicht.  Er pampt mich an, er beschimpft mich er beleidigt mich,  er droht verbal und mittlerweile auch mit Fäusten. 
Er ärgert Benjamin und war es natürlich nicht.  Beni versucht in letzter Zeit öfter auf ihn zu zu gehen,  klappt selten, weil Leon Krawall will. Unser miteinander ist jeden Tag eine Katastrophe.

Es ist nicht ganz so arg wie vor der Medikamenten Therapie, aber wir laufen immer mehr wieder dahin.
Ich war in letzter Zeit sogar am überlegen ihn seinem Vater zu überlassen,  ich kann einfach nicht mehr.  Ich weiß aber das das nicht lange gut geht und ich habe Angst das wenn er zurück kommen würde es noch schlimmer ist.

Er hatte sich in der Tagesklinik so toll entwickelt, aber da wir den Tagesgruppenplatz nicht bekommen, stagniert alles.

Dem Neurologen hab ich das gestern alles erzählt. Er war entsetzt,  auch das wir keinen Platz haben, wie eigentlich abgesprochen.
Er hat nochmal sehr eindringlich mit Leon gesprochen und ihm klar gemacht das es so nicht weiter geht.

Wir haben jetzt folgende Lösungsansätze erarbeitet.  Als erstes wird ein runder Tisch gemacht,  JA,  die Leiter der Einrichtungen,  evtl.  Schule und natürlich wir Eltern.  Sollte sich daraus keine Lösung ergeben, weil keine Plätze frei sind und auch nicht frei werden in absehbarer Zeit  (max.  6 Wochen nach den Ferien ) dann wird Leon vollstationär in der Kinderpsychatrie aufgenommen,  dort wird er min. 6 Wochen komplett leben und bekommt seine Therapien und danach muß ein Gruppenplatz frei sein und er wird wieder eingegliedert in der Schule.  Eine Verlängerung wäre evtl.  möglich, wenn kein Platz frei ist und es absehbar ist das es wieder komplett aus dem Ruder läuft.
Das, genau das wollte ich nie,  ich hatte mich damals so gefreut das wir den Tagesklinikplatz bekommen haben und wir uns diesen Weg ersparen können, jetzt sind wir doch wieder auf diesem Weg.
Ja ich würde ihn gehen, denn so darf es hier nicht weiter gehen,  ich habe Angst vor meinem eigenen Kind wenn er wütend wird, das kann nicht sein,  das darf nicht sein.

So das ist der momentane Stand der Dinge.  Nicht schön,  aber ich werde weiter kämpfen

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